PRESSE AMBULANTER HOSPIZDIENST

B A D I S C H E S  T A G B L A T T  –  8 . O K T O B E R  2 0 2 1

Welches wär´Ihr letztes Lied?

Angeregt durch ein Kunstprojekt des Journalisten Stefan Weiller, haben wir diese Frage unseren Ehrenamtlichen gestellt. Sie begleiten Menschen am Lebensende, die im Hospiz und an anderen Orten leben und sind mit existenziellen Krisen vertraut. Deshalb haben wir Ihnen diese Frage zugemutet. Eine Idee hinter den „Letzten Liedern“ ist, dem Ungesagten durch die Musik Ausdruck zu verleihen. Viele Ehrenamtliche folgten unserer Aufforderung und die Ergebnisse haben wir in unserem Jahresbericht abgedruckt. Zu jedem letzten Lied gab es die passende Geschichte dazu. Eine kleine Kostprobe möchte ich hier vorstellen.

Ein Volkslied erweckte bei einer älteren Ehrenamtlichen Erinnerungen an ihre Kindheit und ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit kam auf. Ein anderes Mal kamen einer Hospizbegleiterin Bilder der letzten Wochen im Leben ihres Bruders in den Sinn. Hier wurden alle Facetten seines Lebens durch seine Lieblingsmusik noch einmal lebendig. Es war mal rockig, mal sanft, nachdenklich, verrückt und auch zum Erschaudern schön. Ein anderer Ehrenamtlicher möchte es einem Gast im Hospiz nachmachen und sich mit leisen Sanskrit Melodien am Lebensende begleiten lassen. „Guten Nacht Freunde“ von Reinhard Mey wurde auch genannt. Dieses letzte Lied gleicht einem Abschiedsbrief mit Tönen und drückt Dankbarkeit und Liebe aus. Liebe wählte auch eine andere Ehrenamtliche aus, die sich durch „Lady in Red“ von Chris de Burgh nochmal, Wange an Wange, in zärtlichem Tanz mit ihrem Mann verbunden fühlen möchte. Den Soundtrack des Lebens mit allen Höhen und Tiefen beschreibt „Hey“ von Andreas Bourani, was eine andere Hospizhelferin für sich gewählt hatte. „You are the wind beneth my wings“ von Bette Middler nannte wiederum eine andere Ehrenamtliche, die damit ihre Liebe zu ihrem Mann und Gott, die immer an ihrer Seite waren, ausdrücken wollte. Die letzten Lieder und damit verbundenen Geschichten bewegen sich zwischen schallendem Gelächter und Tränen der Trauer, wie das Leben selbst. Ich möchte Sie einladen einmal über Ihr momentanes letztes Lied nachzudenken und vielleicht mit einer Person die Ihnen nahesteht darüber zu sprechen. Mal sehen was passiert?

Theresia Schmid, Koordinatorin des Ambulanter Hospizdienst Baden-Baden Sinzheim

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B A D I S C H E S  T A G B L A T T  –  2 5 . S E P T E M B E R  2 0 2 1

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B A D I S C H E S  T A G B L A T T  –  6 . J U L I  2 0 2 1

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B A D I S C H E   N E U E S T E  N A C H R I C H T E N   –  1  . J U L I  2 0 2 1

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B A D I S C H E S  T A G B L A T T  –  1 7 . J U N I  2 0 2 1

PRESSE KINDER UND JUGEND

B A D I S C H E S  T A G B L A T T  –  1 7 . J U N I  2 0 2 1